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Kia Wingfoil- & Pumpfoil-ÖM Tourstopp #4: Achensee fordert alles von den Rider*innen

Pumpen statt Gleiten, Taktik statt Vollgas. Der vierte Tourstopp der Kia Wingfoil Freestyle 'N' Race Österreichischen Meisterschaft sowie der Kia Pumpfoil Österreichischen Meisterschaft führte die österreichische Foil-Szene am 20. und 21. Juni an den Achensee. Gemeinsam mit Wingfoil Achensee sowie dem SCTWV Achensee, der die Wettfahrtleitung übernahm, wurde ein Wochenende auf die Beine gestellt, das einmal mehr zeigte, warum der Achensee zu den faszinierendsten Wingfoil-Revieren Österreichs zählt.
Wer den Achensee kennt, weiß: Geduld wird hier oft belohnt. Durch die Lage zwischen Karwendel- und Rofangebirge entwickelt sich an sonnigen Tagen eine charakteristische Thermik, die häufig erst rund um die Mittagszeit einsetzt und den See zu einem der beliebtesten Windreviere Tirols macht. An diesem Wochenende verlangte das Wetter den Athlet*innen jedoch alles ab. Wechselnde Wetterlagen, schwache Winde und teilweise Schauer sorgten dafür, dass jede Böe hart erarbeitet werden musste.
Sonne, Regenschauer und eine beeindruckende Kulisse
Der Samstag begann nahezu surreal: Sonnenschein, spiegelglattes Wasser und kaum eine Windbewegung. Wenig später zogen Schauer über den See und mit ihnen ein unbeständiger Wind, der den Rider*innen höchste Konzentration abverlangte. Ständiges Anpassen der Linien, taktische Entscheidungen und unzählige Pumpbewegungen machten jede Wettfahrt zu einer echten Herausforderung. Gerade diese wechselnden Bedingungen, eingebettet zwischen den imposanten Bergen rund um den Achensee, verliehen dem Tourstopp jedoch seinen ganz besonderen Charakter.
Parallel zum Bewerb fand von 19. bis 21. Juni das Wingfoil Testival statt. Zahlreiche Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, unterschiedlichstes Material auszuprobieren, erste Erfahrungen auf dem Wingfoil zu sammeln oder sich durch die neuesten Boards, Wings und Foils zu testen. Auch abseits des Wassers gab es einiges zu entdecken: Der Kia EV9 konnte aus nächster Nähe erlebt werden und zeigte eindrucksvoll, dass selbst die Anreise von Wien an den Achensee komfortabel und vollelektrisch möglich ist.
Lisa Zechner und Elias Quahmid gewinnen im Pumpfoil
Im Pumpfoil der Damen setzte sich Lisa Zechner gegen Louisa Harner durch und sicherte sich damit den Sieg beim vierten Tourstopp der Kia Pumpfoil Österreichischen Meisterschaft.
Für eine Überraschung sorgte bei den Herren Elias Quahmid, der sich kurzfristig für einen Start entschied und diese Chance eindrucksvoll nutzte. Im Finale verwies er den UpSideDown-Athleten Luis Böhm auf Rang zwei. Clemens Siraki, der von Tourstopp zu Tourstopp sichtbare Fortschritte im Pumpfoilen zeigt, komplettierte das Podium auf Platz drei.
Racing bis zur letzten Wettfahrt offen
Spannender hätte das Wingfoil Racing kaum verlaufen können. Über vier Wettfahrten lieferten sich Luis Böhm und Clemens Siraki ein Duell auf Augenhöhe. Immer wieder segelten beide nahezu winkelgleich nebeneinander über den Achensee und schenkten sich keinen Meter.
Den dritten Platz sicherte sich das junge aufstrebende Talent Gregor Zechner, der mit einer starken Leistung einmal mehr sein großes Potenzial unter Beweis stellte. Gemeinsam mit seiner Schwester Lisa Zechner, die den Pumpfoil-Bewerb der Damen gewann, durfte sich die Familie Zechner damit gleich über zwei Podestplätze am Achensee freuen.
Nach vier Rennen standen für beide jeweils zwei Laufsiege und zwei zweite Plätze zu Buche. Erst die letzte Wettfahrt brachte die Entscheidung: Luis Böhm behielt die Nerven, gewann das finale Rennen und sicherte sich damit den Gesamtsieg vor dem punktgleichen Clemens Siraki.
Auch mehrere Riderinnen gingen im Wingfoil Racing an den Start und stellten sich den anspruchsvollen Bedingungen des Wochenendes.
Freestyle musste auf Wind warten
Für den Freestyle-Bewerb zeigte sich der Achensee an diesem Wochenende schließlich doch zu zurückhaltend. Die notwendigen Windbedingungen konnten nicht erreicht werden, weshalb kein offizieller Contest durchgeführt werden konnte.
Schade vor allem deshalb, weil mit Tomas Acherer einer der spektakulärsten österreichischen Freestyler auf der Meldeliste stand. Seine Tricks hätten dem Publikum und der Szene sicherlich zusätzliche Highlights geboten.
Weiter geht's Richtung Finale
Mit dem Tourstopp am Achensee ist die österreichische Wingfoil- und Pumpfoil-Szene bereits tief in der Saison angekommen. Vier von sechs Tourstopps sind absolviert und sowohl im Racing als auch im Pumpfoil bleibt der Kampf um die österreichischen Meistertitel weiterhin völlig offen.
Die nächsten Entscheidungen warten bereits beim kommenden Tourstopp, wenn wieder wertvolle Meisterschaftspunkte vergeben werden und sich zeigt, wer im Titelrennen die besten Nerven behält.
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